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The Whitest Boy Alive



Punk/Indie

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The Whitest Boy AliveLars Borgesklein vergrößern

The Whitest Boy Alive


Als The Whitest Boy Alive 2006 ihr Debüt veröffentlichten, war dies eine Sensation in der Indie-Gemeinde. Ursprünglich aus einem drei Jahre zuvor gestarteten Projekt für elektronische Tanzmusik hervorgegangen, war die Band um Erlend Øye dazu übergegangen, diese Tanzmusik nun vollkommen ohne elektronische Elemente zu kreieren. Hier waren ganz offenkundig vier Leute zu einer Einheit verschmolzen, die ihre Hausaufgaben in Sachen Groove sehr gründlich gemacht hatten. Wunderbar federnde und organisch verwobene Tracks wurden in der Folge ebenso zum Markenzeichen wie der verträumt-fragile und sanftmütige Gesang des Wahl- Berliners Øye, der sich zuvor bereits mit seinen Kings of Convenience und Röyksopp einen Namen gemacht hatte. Der gebürtige Norweger taugte einfach wunderbar als Identifikationsfigur für eine sensible, bleichgesichtige und nerdbrillige Indiejugend. Aber The Whitest Boy Alive riefen nicht nur Begeisterung, sondern mancherorts auch Gähnen hervor. Was den einen zur perfekten Identifikations- und Tanz - folie gereichte, war für die anderen kaum mehr als ver - tonte Langeweile. Gerade am Gesang schieden sich so manche Geister, denn Erlend Øyes Stimme ist seine Stärke und Achillesferse zugleich. Sanft und sensibel gesetzt, vermag sie es, einen angenehm zu narkotisieren und in Schwebezustände zwischen Wachsein und Schlafen zu über führen. Die Dosis macht hier das Gift. Live besteht diese Schlummergefahr garantiert nicht, denn das Quartett bringt mehr als genug Groove auf die Bühne.

Video-Tipp: "Fireworks" von The Whitest Boy Alive

 
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